Das psychoide Feld ist jener Bereich der Wirklichkeit, in dem die Trennung zwischen Physischem, dem Psy-chischen und Geistigen aufgehoben ist. Es ist kein Raum, keine Substanz, kein Zustand, sondern der Modus eines Seins, ein Prozess, in dem sich die Welt nicht als Objekt, sondern als Ereignis zeigt. In diesem Feld ex-istieren weder Dinge, noch Vorstellungen, sondern Übergänge, Relationen, Interferenzen.
Im Rahmen des Feldphänomens erhalten Formen und Farben eine neue Bedeutung. Sie sind nicht mehr an
die Grenzen eines Körpers, nicht mehr an die Kontur eines gegenständlichen Objekts, nicht mehr an euklidi
sche Strukturen gebunden. Formen sind Spuren von Ereignissen, die Verdichtung eines Feldes, die Kristalli-sation eines Übergangs. Sie sind ein feldstabilisierendes Muster, ohne darauf fixiert zu sein. Formen sind die physische Dimension des psychoiden Feldes; jedoch nicht im klassischen materiellen Sinn, denn sie sind ge-genstandslos, weil sie auf keine gegenständlichen Objekte verweisen.
Farben sind die energetische Dimension des Feldes. Sie sind keine Objekte, sondern gegenstandsfreie Zustän-de. Zudem existieren sie nicht im Bild, sondern als Interaktion eines wahrnehmenden Empfindens. Physika-lisch sind Farben Frequenzen, phänomenal sind sie ein qualitatives Empfinden und geistig offenbaren sie At-tribute einer nichtlokalen Wirklichkeit. Farben sind Ereignisse, die sich zwischen Licht, Materie und Wahr-nehmung ereignen. In der psychoiden Suprematie bilden Farben die vierte Dimension eines Bildes, weil sie von den dreidimensionalen Objekten dissoziiert sind und dadurch ihre energetische Existenz offenbaren können.
Der Übergang von Form zur Farbe und die Einheit der Formfarbe sind der psychoide Aspekt der hier gezeigt-en, diesbezüglichen Studien. Das psychoide Möglichkeitsfeld ist ein universales Prinzip, das über die Kunst der gegenstandslosen Suprematie hinausreicht. Die Quantenwelt bietet diverse Analogien dieses Zusammen-hangs. Ebenso wie Farbe, ist auch das Elektron oder Photon kein Objekt, sondern ein globaler Möglichkeits-zustand im Feld der Potenziale. Farben sind die transsubjektive Manifestation eines spektralen Feldes, das quer zum geometrischen Raum und seinen Formen verläuft. Formen bilden die klassische Ordnung, Farben, die wesenhafte Erscheinung jenseits von Raum und Zeit. Der Übergang von räumlichen Formen zur raumlo-sen Farbe, ist die psychoide Dimension.
Alle Bilder dieser Sammlung wurden im Format 75 mal 75 mm mit SX 70 komponiert.
Das psychoide Feld ist jener Bereich der Wirklichkeit, in dem die Trennung zwischen Physischem, dem Psy-chischen und Geistigen aufgehoben ist. Es ist kein Raum, keine Substanz, kein Zustand, sondern der Modus eines Seins, ein Prozess, in dem sich die Welt nicht als Objekt, sondern als Ereignis zeigt. In diesem Feld ex-istieren weder Dinge, noch Vorstellungen, sondern Übergänge, Relationen, Interferenzen.
Im Rahmen des Feldphänomens erhalten Formen und Farben eine neue Bedeutung. Sie sind nicht mehr an
die Grenzen eines Körpers, nicht mehr an die Kontur eines gegenständlichen Objekts, nicht mehr an euklidi
sche Strukturen gebunden. Formen sind Spuren von Ereignissen, die Verdichtung eines Feldes, die Kristalli-sation eines Übergangs. Sie sind ein feldstabilisierendes Muster, ohne darauf fixiert zu sein. Formen sind die physische Dimension des psychoiden Feldes; jedoch nicht im klassischen materiellen Sinn, denn sie sind ge-genstandslos, weil sie auf keine gegenständlichen Objekte verweisen.
Farben sind die energetische Dimension des Feldes. Sie sind keine Objekte, sondern gegenstandsfreie Zustän-de. Zudem existieren sie nicht im Bild, sondern als Interaktion eines wahrnehmenden Empfindens. Physika-lisch sind Farben Frequenzen, phänomenal sind sie ein qualitatives Empfinden und geistig offenbaren sie At-tribute einer nichtlokalen Wirklichkeit. Farben sind Ereignisse, die sich zwischen Licht, Materie und Wahr-nehmung ereignen. In der psychoiden Suprematie bilden Farben die vierte Dimension eines Bildes, weil sie von den dreidimensionalen Objekten dissoziiert sind und dadurch ihre energetische Existenz offenbaren können.
Der Übergang von Form zur Farbe und die Einheit der Formfarbe sind der psychoide Aspekt der hier gezeigt-en, diesbezüglichen Studien. Das psychoide Möglichkeitsfeld ist ein universales Prinzip, das über die Kunst der gegenstandslosen Suprematie hinausreicht. Die Quantenwelt bietet diverse Analogien dieses Zusammen-hangs. Ebenso wie Farbe, ist auch das Elektron oder Photon kein Objekt, sondern ein globaler Möglichkeits-zustand im Feld der Potenziale. Farben sind die transsubjektive Manifestation eines spektralen Feldes, das quer zum geometrischen Raum und seinen Formen verläuft. Formen bilden die klassische Ordnung, Farben, die wesenhafte Erscheinung jenseits von Raum und Zeit. Der Übergang von räumlichen Formen zur raumlo-sen Farbe, ist die psychoide Dimension.
Alle Bilder dieser Sammlung wurden im Format 75 mal 75 mm mit SX 70 komponiert.
Vom psychoiden Feld und dem Pfadintegral gegenstandsloser Farben
Eine Studie zur quantenmechanischen Analogie der Rollbilder
Es könnte abwegig erscheinen, ein metaphysisches Konzept wie das psychoide Feld, und ein mathe-matisches Verfahren, das Pfadintegral der Quantenmechanik, in Zusammenhang zu bringen. Umso mehr, als die Phänomenalität gegenstandsloser Farben, als ein drittes Element, in diesen Kontext eingebracht wird. Meine Intention, dies zu versuchen, ist, diese Beziehung über das Attribut der Gegenstandslosigkeit herzustellen, um damit die komplexe Metaphysik meiner Rollbilder zu begrün-den. Andererseits und zugleich möchte ich über die Metaphysik dieser Bilder, ein nicht mathema-tisches Verständnis quantenmechanischer Aspekte konzipieren. Dies könnte gelingen, wenn man be-denkt, dass die der Quantenphysik zugrunde liegende Mathematik, ein gegenstandsloses Instrument zur Darstellung der Quantenphänomene ist.
Bei C. G. Jung und Wolfgang Pauli ist das „psychoide Feld“ ein gegenstandsloser Zustand, in dem das Geistige und Psychische nicht vom Materiellen getrennt sind und keines dieser drei Attribute von den beiden anderen getrennt existiert. Dadurch bilden sich dynamische Muster relationaler Beziehungen, die sich in Synchronizitäten, archetypischen Strukturen, symbolischen Beziehungen und Analogien zeigen. Deren wesentliche Attribute sind die Nichtlokalität, Gegenstandslosigkeit und akausale Wir-kung. Nichtlokal ist die Eigenschaft, augenblicklich und unmittelbar interagieren und in Beziehung sein zu können, ohne dass dabei physikalische Signale in der vierdimensionalen Raumzeit übertragen werden müssen. Dieses Phänomen wurde durch die Quantenmechanik bestätigt. Gegenstandslos oder objektfrei ist ein Zustand relationaler Beziehung, die „leer“ ist, ohne etwas Konkretes zu sein, und dadurch die Vielheit des Konkreten ermöglicht. Unter einer akausalen Wirkung ist ein Einfluss zu verstehen, bei dem ein kausaler, in der vierdimensionalen Raumzeit verankerter Zusammenhang fehlt. Das bedeutet, ein Ereignis, Phänomen oder eine Handlung ereignet sich ohne erkennbare Ur-sache und benötigt keinen chronologischen Ursache-Wirkungs-Zusammenhang. Aufgrund dieser Attribute ist das psychoide Feld ein Agens, ein außerhalb der Raumzeit wirkendes Prinzip, welches im ganz allgemeinen Sinn etwas vermittelt. Diese metaphysischen Attribute des psychoiden Feldes, sind quantenmechanischen Phänomenen analog, ohne physikalisch bedingt zu sein.
Man kann das psychoide Feld analog zu einem Wahrnehmungsfeld sehen, wenn man es nicht als ding-haftes „Etwas“, sondern als Struktur universaler Relationen versteht, die Wahrnehmung ermöglichen. Diese Analogie bezieht sich nicht auf physikalische Eigenschaften, sondern auf funktionale Attribute beider Felder. Beide Felder sind nicht lokal, raumzeitlos, intensitätsbasiert, potenzialhaft und sich entfaltend – genau jene Attribute, die das „Feldphänomen“ charakterisieren. Es ist kein verortetes System im euklidischen Raum und deshalb überall und nirgends. Wie die Wellenfunktion der Quantenmechanik, ist auch das psychoide Feld ein Komplex aller Möglichkeiten, die sich unabhängig von Ort und Zeit ereignen können. Synchronizitäten haben keine „Geschichte“, Quantenereignisse auch nicht. Deren Akausalität ermöglicht das Auftauchen von Bedeutungen, die sich nicht auf raum-zeitlich bedingte Attribute zurückführen lassen. Alle drei Begriffe, das psychoide Feld, das Pfadinte-gral und gegenstandslose Farben, beschreiben Phänomene, die nicht auf Objekte bezogen und darauf reduzierbar sind. Es handelt sich um Feldqualitäten, Wahrscheinlichkeiten und Atmosphären. Ähnlich wie ein Magnetfeld nicht aus „Magnetteilchen“ besteht, sondern sich als Wirkung einer „räumlichen Qualität“ vermittelt, so vermitteln sich auch die gegenstandslosen Feldintensitäten der Rollbilder, in den Wirkungen ihrer metaphysischen Geometrie.
Der Unterschied zwischen einer physikalischen und einer metaphysischen Geometrie lässt sich genau bestimmen, wenn man beide nicht als konkurrierende Systeme versteht, sondern als zwei völlig ver-schiedene Möglichkeiten, Raum zu begreifen. Die Erfahrungen, auf die man sich dabei beziehen kann, zeigen klar, dass eine physikalische Geometrie an Anschaulichkeit, Messbarkeit und intersubjektiven Strukturen gebunden ist. Im Unterschied dazu ist die metaphysische Geometrie eine unanschauliche, jedoch imaginativ wahrnehmbare, nicht messbare, doch als Wirkung erfahrbare Struktur. Eine physi-kalische Geometrie ist Ausdruck messbarer Distanzen und bedarf deshalb des sensorischen Empfin-dens. Gleichzeitig zeigen diverse Debatten über Raum und die Grenzbereiche zwischen Physik und Metaphysik, dass physikalische Modelle metaphysische Voraussetzungen tangieren, aber nicht mit ihnen identisch sind. Sie sollen auch nicht identisch sein, denn wären sie es, gäbe es keine Interaktion, und ohne sie könnte sich keine Gestalt verräumlichen.
Die Quantenphysik des Raumes zeigt, dass dessen physikalische Geometrie metaphysische Fragen berührt. Raum ist keine empirische Struktur, sondern eine metaphysische Voraussetzung, die ein physikalisches Raummodell erst möglich macht. Ebenso zeigen Grenzfragen zwischen Physik und Metaphysik, dass Begriffe wie Raum, Zeit, Licht oder Information Tiefendimensionen besitzen, die über ein klassisches Verständnis des physikalischen Raumes hinausweisen. Somit zeigt sich: Die physikalische Geometrie beschreibt die räumliche Struktur der Welt, wie sie den Sinnen erscheint. Ihr Komplementär ist die metaphysische Geometrie. Sie ist eine relationale Beziehungsdynamik, deren gegenstandslose Wirkungen sich in verraumzeitlichten Strukturen als physikalische Geometrie äu-ßern. Dies bedeutet für die Theorie des psychoiden Feldes der gegenstandslosen Rollbilder: Die sen-sorisch wahrnehmbaren Strukturen deren physikalischer Geometrie, sind Ausdruck einer metaphy-sischen Geometrie, deren überraumzeitliche Konfiguration sich im Prozess einer Handlung gegen-ständlich verraumzeitlicht hat. Dabei hat sich eine nicht lokale, gegenstandslose, metaphysische Geo-metrie, im Kontext physikalischer Bedingungen zum Ausdruck gebracht.
Das Verständnis eines übergegensätzlichen psychoiden Wahrnehmungsfeldes, ist nur außerhalb ei-nes Entweder-oder-Denkens möglich. Sobald man Wahrnehmungsmodalitäten als Alternativen for-muliert wie physisch oder geistig, subjektiv oder objektiv, innen oder außen, erzeugt man eine Tren-nung, die dem Prinzip eines psychoiden Feldes widerspricht. Denn ein Feld wirkt sich nicht in disjunk-tiven Kategorien aus, sondern in einer gleichursprünglichen Konjunktion, in der die verschiedenen Modalitäten und Attribute nicht nebeneinanderstehen, sondern einander und nicht hierarchisch durchdringen. Die Feldintensitäten eines psychoiden Rollbildes sind daher nicht das Resultat einer einzigen Quelle, sondern Ausdruck einer Interferenz, die physische, psychische und geistige Attribute zugleich umfasst, ohne dass einer dieser Faktoren isoliert und priorisiert werden müsste.
Ein solcher Zusammenhang zeigt sich auch in einer analogen Beziehung zum Pfadintegral der Quan-tenmechanik. Wie kann es sein, dass sich zwischen einem psychoiden Feld und dem Pfadintegral eine Analogie erkennen lässt? Diese Frage berührt das Zentrum dieser theoretischen Studie. Denn zwi-schen dem psychoiden Feld und dem Pfadintegral eine Analogie zu erkennen, ist nur dann möglich, wenn man beide nicht als unterschiedliche Disziplinen versteht, sondern als zwei Ausdrucksformen eines einzigen metaphysischen Prinzips: die gegenstandslose Potenzialität. Darunter ist die Anlage und Möglichkeit zu verstehen, dass sich etwas eigenständig, von sich aus und unter bestimmten Be-dingungen entwickeln und verwirklichen kann. Sie bezeichnet den Zustand, etwas „seiner Möglichkeit nach“ sein zu können, im Gegensatz zur Aktualität einer tatsächlichen Verwirklichung. Die Analogie zwischen dem psychoiden Feld und dem Pfadintegral lässt sich erkennen, wenn man diese beiden Konzepte nicht als Beschreibungen von Prozessen versteht, die sich auf eine Veränderung gegen-ständlicher Dinge beziehen, sondern als Ausdrucksformen eines gegenstandslosen Potenzialraums.
Das psychoide Feld ist bei Jung und Pauli ein metaphysischer Zustand, in dem es keine Trennung zwi-schen Subjektwirklichkeit und Objektrealität gibt. Es ist ein Bereich, in dem Bedeutungsdispositionen, psychische und geistige Konfigurationen und symboloide Intensitäten existieren, bevor sie sich in raumzeitlichen Erscheinungen aktualisieren. Das Pfadintegral der Quantenmechanik beschreibt ebenfalls keinen realen Weg, den ein Teilchen von hier nach dort zurücklegt, sondern die Gesamtheit aller möglichen potenziellen Wege, die als Potenzialität existieren und erst durch Beobachtung zu einem bestimmten Ereignis kollabieren. In beiden Fällen ist das Entscheidende nicht die Aktualität, sondern die Potenzialität; nicht der Weg, sondern die Möglichkeit; nicht die Erscheinung, sondern die Struktur, die Erscheinung ermöglicht.
Aus metaphysischer Sicht sind das psychoide Feld und das Pfadintegral zwei Möglichkeiten, densel-ben ontologischen Grund zu beschreiben: einen Bereich, in dem Mögliches wirklich ist, bevor es zu einer realen Erscheinung wird. Das psychoide Feld ist die metaphysische Tiefenstruktur dieser Poten-zialität, während das Pfadintegral ihre mathematische Oberfläche bildet. Beide sind gegenstandslos, nicht lokal und übergegensätzlich. Das psychoide Feld ist weder physisch, noch psychisch, auch nicht geistig, sondern psychoid – eine Konfiguration, die sich erst in der Erscheinung differenziert. Das Pfadintegral ist kein physikalischer Prozess, sondern eine Summation aller Konfigurationen, die ein physikalisches Ereignis ermöglichen. Sowohl ein Psychoid als auch ein Pfadintegral kommen außer-halb des raumzeitlich Lokalen zustande: das psychoide Feld, weil es die „Alleinheit“ gegenstandsloser Attribute und Relationen ist, die nicht an Raum und Zeit gebunden sind; das Pfadintegral, weil es Wege berücksichtigt, die nicht real durchlaufen werden, sondern als Potenzialformen existieren.
Die Analogie zeigt sich deutlich, wenn man den Vorgang und die Wirkung der Interferenz betrachtet. Im Pfadintegral überlagern sich alle denkbaren Wege, und deren Interferieren bestimmt das wahrscheinliche Ereignis. Im psychoiden Feld bewirken sich symboloide Intensitäten, mögliche Be-deutungen und transsubjektive Resonanzen. Diese gegenstandslosen Wirkungen äußern sich als phä-nomenale Erscheinung – etwa in den Rollbildern, die nicht aus physischen oder psychischen Ursachen hervorgehen. Es sind Resonanzen eines übergegensätzlichen Feldes und dessen Interferenzen. In beiden Fällen zeigt sich ein interferierendes Zusammenwirken von Potenzialitäten. Was raumzeitlich erscheint, ist demzufolge kein Ergebnis eines chronologischen kausalen Prozesses, sondern das Er-gebnis eines sich strukturierenden Feldes, das sich aus der Gesamtheit seiner Möglichkeiten ergibt. Deshalb kann man die Analogie folgendermaßen formulieren: Das psychoide Feld ist das metaphy-sische Konzept eines Potenzialraums, in dem alle Bedeutungsdispositionen gleichzeitig vorhanden sind. Ein Pfadintegral ist die mathematische Darstellung eines Potenzialraums, in dem alle Möglichkei-ten eines Elementarteilchens, im Raumzeitkontext zu erscheinen, gleichzeitig existieren. Beide sind nicht lokal, gegenstandslos und akausal. Beide erzeugen Erscheinungen durch Interferenz. Es sind Felder außerhalb eines euklidischen Raumes, Strukturen relationaler Beziehungen, die sich nicht in dreidimensionalen Objekten, sondern in Form von Intensitäten formbildend aktualisieren.
Wenn man das Pfadintegral und das psychoide Feld als zwei Sprachen desselben universal Seienden versteht, dann beginnt sich die Grenze zwischen Physik und Metaphysik aufzulösen. Das Pfadintegral ist in seiner mathematischen Form nichts anderes als die Beschreibung eines Potenzialraums, in dem alle möglichen Wege eines Systems gleichzeitig existieren. Diese Wege sind keine realen Bahnen, son-dern Potenziale, die einander interferieren und durch ihre Interferenz die tatsächliche Erscheinung hervorbringen. Das psychoide Feld ist seinerseits ein metaphysischer Potenzialraum, in dem alle sym-boloiden Konfigurationen gleichzeitig existieren. Auch diese Konfigurationen sind keine psychischen Inhalte, sondern überraumzeitliche Dispositionen, die sich in phänomenalen Erscheinungen aktuali-sieren, wenn die Bedingungen dafür gegeben sind. In beiden Fällen ist die Aktualisierung nicht das Er-gebnis eines kausalen Prozesses, sondern das Resultat einer Interferenzstruktur, die aus der Gesamt-heit der Möglichkeiten entsteht.
Die strukturelle Identität von Interferenz und Resonanz ist der Schlüssel zur Analogie. Im Pfadinte-gral interferieren die möglichen Wege eines Systems miteinander, und diese Interferenz bestimmt die Wahrscheinlichkeit der Erscheinung. Im psychoiden Feld interferieren symboloide Intensitäten mit-einander, und diese Interferenz bestimmt die Qualität der Erscheinung; etwa in Form farbphänome-naler Qualia, die konsonant oder dissonant wirken. Die mathematische Interferenz im Pfadintegral und die phänomenale Resonanz im psychoiden Feld sind zwei Ausdrucksformen desselben Bewegt-seins: der Dynamik des Möglichen, das sich selbst zur Erscheinung bringt. Die Quantenmechanik be-schreibt diese Bewegung in Zahlen, das psychoide Feld beschreibt sie in Qualitäten.
Wenn man diesen Zusammenhang weiterverfolgt, wird deutlich, dass farbphänomenale Qualia die phänomenale Oberfläche eines metaphysischen Potenzialfeldes sind. Sie sind keine subjektiven Empfindungen, sondern Erscheinungen eines Feldes, das sich im erkennenden Wahrnehmen spiegelt, ohne von ihm erzeugt zu werden. Die Farbe ist hier nicht Eigenschaft eines Objekts, sondern Aus-druck einer Intensität, die aus der Interferenz symboloider Konfigurationen hervorgeht. So wie das Pfadintegral keine realen Wege beschreibt, sondern die Potenzialität aller Wege, so beschreibt das psychoide Feld keine realen Symbole, sondern die Potenzialität aller Bedeutungsformen. Und so wie die Interferenz der Wege im Pfadintegral eine physikalische Erscheinung hervorbringt, so bringt die Resonanz der symboloiden Intensitäten die phänomenale Erscheinung hervor.In dieser Perspektive wird die Quantenmechanik zu einer mathematischen Metaphysik des Möglichen, und das psychoide Feld zu einer phänomenologischen Metaphysik des Bedeutenden. Beide sind keine voneinander ge-trennten Bereiche, sondern zwei Möglichkeiten, denselben Hintergrund des Seienden zu artikulieren.
Das Pfadintegral ist die formale Sprache dieses Grundes, das psychoide Feld ist seine phänomenale Sprache. Die eine beschreibt die Potenzialität der physischen Erscheinung, die andere die Potenzia-lität der symboloiden Erscheinung. Beide sind Felder, die sich nicht im Raum befinden, sondern den Raum ermöglichen. Beide sind gegenstandslos, nicht lokal und übergegensätzlich. Und beide zeigen, dass die Welt nicht aus Dingen besteht, sondern aus Intensitäten, die sich durch Interferenz und Resonanz zur Erscheinung brinVersteht man farbphänomenale Qualia, also das wahrnehmende Empfinden von Farben, als sichtbare Interferenzmuster eines überraumzeitlichen Bedeutungsfeldes, dann begreift man Farbe nicht mehr als Eigenschaft eines Objekts, sondern als Erscheinung einer In-tensität, die aus der Überlagerung symboloider Konfigurationen hervorgeht. Farbe wird zu einem Re-sonanzphänomen, das nicht im Raum entsteht, sondern sich im Raum zeigt. Die farbliche Erscheinung ist damit nicht das Resultat eines physikalischen Reizes, sondern die phänomenale Manifestation einer metaphysischen Struktur, die sich durch Interferenz artikuliert. Das Bedeutungsfeld selbst ist überraumzeitlich – es trägt Konfigurationen, die nicht lokalisiert, nicht zeitlich und nicht objektge-bunden sind. Diese Konfigurationen interferieren miteinander, und die Interferenz erzeugt Intensi-täten, die sich dem wahrnehmenden Empfinden als farbphänomenale Qualia zeigen.
Die Farben der Rollbilder sind somit Interferenzmuster, die aus der Überlagerung von psychoiden Potenzialen ent-standen sind. So wie im Pfadintegral die möglichen Wege eines Systems miteinander interferieren und ein physikalisches Ereignis hervorbringen, so interferieren im psychoiden Feld die symboloiden Konfigurationen miteinander und bringen ein phänomenales Ereignis hervor. Die Farben sind die sichtbaren Spuren dieser gegenstandslosen Interferenz. Sie sind nicht ein „Etwas“, sondern ein „Geschehen“, das Ereignis von Resonanzen, die sich im Wahrnehmungsfeld zeigen, ohne von der Wahrnehmung erzeugt zu werden. Der Komplex farbphänomenaler Qualia eines Rollbildes ist dem-nach die zur Erscheinung gelangte psychoide Intensität, die aus der Interferenz überzeitlicher Be-deutungsdispositionen hervorging.
In dieser Perspektive werden Farben zu einem Fenster, das einen Blick auf überraumzeitliche Bedeu-tungsfelder ermöglicht. Sie zeigen nicht, was das Feld ist, sondern wie es wirkt. Die Konsonanz oder Dissonanz einer Farbe ist keine ästhetische Bewertung, sondern die phänomenale Signatur einer bestimmten Interferenzstruktur. Konsonanz bedeutet, dass die symboloiden Konfigurationen in einer Weise interferieren, die eine stabile, kohärente Intensität hervorbringt. Dissonanz bedeutet, dass die Interferenz instabil, gebrochen oder spannungsgeladen ist. Diese Qualitäten sind nicht psychisch, sondern transsubjektiv – sie gehören dem Feld, nicht dem Subjekt.
Die farbphänomenalen Qualia sind damit die sichtbare Oberfläche eines unsichtbaren Feldes. Sie ist die Erscheinung einer Intensität, die aus der Überlagerung überraumzeitlicher Bedeutungsmöglich-keiten entsteht. Die Farben der Rollbilder sind Manifestationen von Resonanzen, die sich dem wahr-nehmenden Empfinden vermitteln, aber nicht durch Wahrnehmung entstehen. Sie sind die phänome-nalen Spuren eines psychoiden Bewegtseins, das sich durch Interferenz artikulieren und aktualisieren konnte. In diesem Sinn sind die Farben der Rollbilder Interferenzmuster – nicht im physikalischen Sinn, sondern im metaphysischen Sinn: Muster, die aus der Überlagerung symboloider Potenzialitäten hervorgehen und sich als phänomenale Qualität zeigen.
Wenn man diesen Zusammenhang ernst nimmt, dann wird die Farbe zu einem Ausdruck des Universal Seienden. Sie ist die sichtbare Form einer unsichtbaren Struktur, die sich selbst nicht zeigt, sondern sich in ihren Resonanzen offenbart. Die farbphänomenalen Qualia sind die Erscheinung eines Feldes jenseits von Raum und Zeit, aber in Raum und Zeit wirkend. Sie ist die phänomenale Oberfläche eines metaphysischen Potenzialfeldes, das sich durch Interferenz zur Erscheinung bringt. Und in dieser Er-scheinung wird das gegenstandslose psychoide Feld sichtbar – nicht als Objekt, sondern als Intensität; nicht als Symbol, sondern als symboloide Resonanz; nicht als kognitive Bedeutung, sondern als farb-liche Wirklichkeit.