Unabhängig vom Suprematistischen Manifest von Kasimir Malewitsch war bei mir um 1964 ein gegenstands-loser Ausdrucksprozess zustande gekommen, der durch Experimente mit hypnogen asemischem Zeichnen ausgelöst wurde. Im Unterschied zur Suprematie von Malewitsch war bei mir die Reduktion der Formen und Farben jedoch nicht auf strenge geometrische Attribute, sowie auf Primär- und Sekundärfarben beschränkt, um sich vom gegenständlichen, zentralperspektivischen Sehen zu lösen. Die Formen waren, wie in der Supre-matie üblich, keine Konturen gegenständlicher Objekte und somit keine geometrischen Strukturen von Din-gen. Formen wurden zur physischen Verräumlichung eines psychoiden Feldes, an dem die physische, psychi-sche und geistige Dimension gleichermaßen beteiligt waren. Die Felder der Formen verweisen auf keine Ob-jekte. Sie. Diese Objektfreiheit ermöglicht den Übergang vom begrenzten und verräumlichten Konkreten zum wahrnehmenden Empfinden nicht geometrischer Farbräume.